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Russo & Longo

Frischer Wind in altem Land. In der Nähe von Crotone, im Hinterland, in der wenig bekannten Region Strongoli, sind wir auf der Suche nach dem Weingut Russo & Longo. Auch heute noch nennen die Leute hier den Landstrich liebevoll Petelia, die alte römische Bezeichnung Strongolis. Wahrscheinlich weil sie stolz sind auf die vielen bekannten Persönlichkeiten, die in der Antike hier eine Rolle spielten: Hannibal war da, Pythagoras auch und die Römer sowieso. Archäologische Funde bezeugen, dass Weinberge und Wein schon seit Jahrtausenden für dieses Land bedeutsam waren.

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Russo & Longo

Frischer Wind in altem Land. In der Nähe von Crotone, im Hinterland, in der wenig bekannten Region Strongoli, sind wir auf der Suche nach dem Weingut Russo & Longo. Auch heute noch nennen die Leute hier den Landstrich liebevoll Petelia, die alte römische Bezeichnung Strongolis. Wahrscheinlich weil sie stolz sind auf die vielen bekannten Persönlichkeiten, die in der Antike hier eine Rolle spielten: Hannibal war da, Pythagoras auch und die Römer sowieso. Archäologische Funde bezeugen, dass Weinberge und Wein schon seit Jahrtausenden für dieses Land bedeutsam waren.

 

  

 

Und bedeutsam sind sie auch heute noch, unser Weg führtuns in sanftes Hügelland voller antiker Spuren und herrlicher Weinberge. Wer aber nun denkt, das Weingut Russo & Longo sei ein nostalgisch verhaftetes und leicht angestaubtes Gut, der täuscht sich. Schon von Weitem sichtbar thront auf dem Hügel ein herrschaftlicher Bau, elegant und modern im Stil einer Villa. Es ist der Repräsentationssitz des Weingutes, grosszügig und elegant, leicht opulent, aber stets stilvoll. Die Produktionsgebäude sind steril, schlicht und mit der neuesten Technik ausgestattet, der grosse und neue Keller ist eindrucksvoll, luftig und grosszügig, mit wandeinnehmenden Bildern und perfekt inszenierten Barriques. Das ganze Anwesen scheint eine einzige Inszenierung zu sein, ein perfektes Bühnenbild für den grossen Auftritt der Hauptdarsteller: i vini.

Der Empfang ist herzlich und unkompliziert, die beiden Brüder Salvatore und Alfonso Russo erwarten uns. Sie sind die Jungen, die neue, vierte Generation und bereit, die Leitung zu übernehmen. Ende des 19. Jahrhunderts entstand der Betrieb aus einem Familiengut, das schon seit jeher den Wein- und Olivenanbau, die Viehzucht und den Getreideanbau pflegte. Felice Russo war es, der 1910 nach Amerika auswanderte und mehr als 20 Jahre da lebte. Mit Erfolg und seinen Ersparnissen kehrte er zurück, kaufte weiteres Land, vergrösserte die Anbaubereiche und führte für die damalige Zeit moderne Arbeitsmethoden ein. Das Mutige, das Vorwärtstreibende ist geblieben, scheint in der DNA zu liegen. Der Geist der Modernisierung, den Felice Russo mit zurückgebracht hatte, zeigt sich noch heute, gekonnt arbeiten Salvatore und Alfonso mit den Mechanismen der digitalen Welt, spielen mit den Kniffen eines funktionierenden Marketings. Sie sind keine klassischen Weinbauern mehr, vielmehr sind sie Manager und Networker. Was nicht heisst, dass nicht auch sie sich ganz dem Wein und dem Land, das ihnen so viel Gutes schenkt, verschrieben haben.

«Ob Hannibal, Pythagoras oder die Römer. Sie alle kahmen bereits in der Antike in den Genuss von kalabresischem Wein.»

 

Und dann stösst der alte Herr und Vater, Ingenieur Giuseppe Russo, zur Gruppe. Eine graue Eminenz. Jahrelang hat er zusammen mit seinem Schwager Longo die Geschicke geleitet, nach dessen Tod sind nun die Jungen am Zug. Spannend zu beobachten, wie sie sich respektvoll zurückhalten, dem Vater Raum lassen und gebannt zuhören, wenn er seine Meinung kundtut. Er begleitet uns auf dem Rundgang durch den Betrieb, sichtlich stolz auf das, was da gewachsen ist, seien es nun die Betriebe, die Söhne oder das Land. Man spürt die Disziplin und die hohen Ansprüche beim Patriarchen, und man ahnt, dass er auf diese Eigenschaften pocht bei seinen Nachfolgern. Die Weine zeugen davon, von den Ansprüchen und der Disziplin. Und man spürt auch eine kalkulierte Sparsamkeit, wenn es um den Einsatz der Ressourcen geht oder die Einteilung der Arbeiter im Weinberg, noch immer hat sein Wort Gewicht. Sein Vater Salvatore, meint er schmunzelnd, habe ihm beigebracht, wie man haushaltet: «Se devi spendere 10, devi avere almeno 12 !» Wenn Du 10 ausgeben musst, musst Du mindestens 12 haben!

 

 

53 Hektar Land umfasst der landwirtschaftliche Betrieb, 35 davon sind mit Olivenbäumen bepflanzt, die ein wunderbares Öl liefern. Dazu kommen 18 Hektar eigene Weinberge und von weiteren 45 werden unter der strengen Kontrolle der Firma zugeliefert. Das herrliche Hügelland ist terrassiert und fällt lieblich zum Meer hin ab. Was lieblich aussieht, ist strategisch geplant: Die einzelnen Parzellen sind sorgfältig analysiert und entsprechend bepflanzt, kaum etwas scheint
dem Zufall überlassen. Je nach Bodenanalyse wachsen hier bodenständige Reben wie der Gaglioppo, Magliocco, Greco Nero, Malvasia Bianca, Greco Bianco oder Sangiovese, in neuerer Zeit kamen Sorten wie Sauvignon Blanc und Traminer
dazu. Die Vinifikation liegt in der Verantwortung von Önologen, für die hohen Qualitätsansprüche werden gerne Fachpersonen und Berater aus Wissenschaft und Forschung hinzugezogen. Die Produktion umfasst 100 000 Flaschen insgesamt. Beliebt, berühmt und sehr zu empfehlen ist der Jachello, ein süffiger, bouquetreicher Roter aus Gaglioppo-Traube mit umschmeichelnder Sangiovese-Greco-Mischung. Ich wage zu sagen, er war der perfekte Begleiter für lauschige Abende voller Geschichten, von Römern und Griechen und anderen Helden der Petelia.

Text: Domenica Flütsch | Bild: Flavia Vergani | Quelle: Vergani Magazin 7

 

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